Friedensorganisation kritisiert: LEGO® kooperiert mit Rüstungskonzernen

SPERRFRIST BIS ZUM 20. JULI 2020, 11 UHR

Am 1. August will der Spielzeughersteller LEGO® sein erstes Militärset veröffentlichen – eigentlich hat das dänische Unternehmen den Grundsatz keine modernen Militärvehikel nachzubauen. Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) kritisiert zudem die Zusammenarbeit mit Rüstungskonzernen für das Set – wer es kauft, finanziert auch Waffenhersteller mit.

„LEGO Technic 42113 Bell-Boeing V-22 Osprey“, so lautet die Bezeichnung des Sets, das für LEGO® gerade zu Ärger führt. Denn die „V-22 Osprey“ ist ein militärisches Transportflugzeug. 400 Exemplare sind bei der US-Armee im Einsatz – etwa in Afghanistan, im Irak, in Mali und auch im Jemen. Oft werden die teilweise mit schweren Maschinengewehren bewaffneten Flugzeuge bei Kommandoaktionen eingesetzt. Hergestellt werden die senkrechtstartenden Kipprotorflugzeuge von den Unternehmen Boeing® und Bell®: Laut dem „Stockholm International Peace Research Institute“ (SIPRI) ist Boeing® mit Rüstungsverkäufen von 26,08 Milliarden Euro (29,15 Milliarden US-Dollar) im Jahr 2018 der zweitgrößte Rüstungskonzern der Welt. Bell® steht mit 3,18 Milliarden Euro (3,5 Milliarden US-Dollar) auf Platz 27.

„Rüstungskonzerne sind keine geeigneten Kooperationspartner für einen Spielzeughersteller“, erklärt dazu Michael Schulze von Glaßer, politischer Geschäftsführer der DFG-VK. Die Organisation hat heute eine Studie über das neue LEGO®-Modell und sein reales Vorbild veröffentlicht [ein PDF davon gibt es hier]: „Eigentlich hat das dänische Unternehmen den Grundsatz, kein in aktuellen Kriegen eingesetztes Militärvehikel als LEGO-Set zu veröffentlichen“, so Schulze von Glaßer. Dieser Bruch mit den eigenen Werten sei bedenklich. „Wir haben LEGO bereits Anfang des Jahres mehrfach angeschrieben, Fragen gestellt und um Gespräche über das neue Set und ihre Kooperation mit Rüstungsfirmen gebeten, haben aber leider nie eine Reaktion erhalten“, so der DFG-VK Geschäftsführer. Dabei fließen beim Kauf der LEGO®-„Osprey“ wahrscheinlich sogar Lizenzgebühren an die Rüstungshersteller: „Dann finanzieren die LEGO-Kundinnen und Kunden auf einmal reale Waffenhersteller mit“, macht Schulze von Glaßer aufmerksam.

Seit heute erhöht die DFG-VK den Druck auf LEGO®: „Wir haben eine Petition aufgesetzt, mit der man LEGO auffordern kann die Kooperation mit Rüstungsfirmen zu beenden und zu seinen eigenen, friedlichen Grundsätzen zurückzukehren“, erklärt Michael Schulze von Glaßer. Die Petition sowie auch die Studie und weitere Informationen sind [ab dem 20. Juli 2020] auf der Website www.lovebricks-hatewar.de (internationale Version unter www.lovebricks-hatewar.com) zu finden: „Wir lieben Klemmbausteine aber LEGO hat gerade leider einen falschen Weg eingeschlagen – wir hoffen sie wieder auf die richtige Spur bringen zu können und sind weiter gesprächsbereit“, so Michael Schulze von Glaßer.

Am heutigen Montag fand dazu eine Aktion der DFG-VK vor dem LEGO®-Flagship-Store in Berlin statt: Ein als LEGO®-Figur in Tarnkleidung verkleideter Aktivist zielte mit einer großen Nachbildung eines LEGO®-Gewehrs auf ein etwa 90 cm hohes, aus etwa 5.000 bunten LEGO®-Steinen bestehendes Peace-Zeichens. Dazu wurden weiter Schilder und Transparente hochgehalten. Auch vor den LEGO-Stores in Hamburg (21. Juli 2020 ab 10 Uhr, Spitalerstraße 12) und Frankfurt am Main (22. Juli 2020 ab 13.30 Uhr, Zeil 106) sind Aktionen geplant.

LEGO® dürfte die Kritik an ihrer Kooperation mit anderen Unternehmen wie ein unangenehmes Déjà-vu vorkommen: 2014 kündigte der dänische Spielzeughersteller nach Protesten von Greenpeace eine langjährige Zusammenarbeit mit dem umstrittenen Ölkonzern Shell. Die DFG-VK hofft, dass sich LEGO® auch bei ihren Kooperationen mit Rüstungskonzernen einsichtig zeigt und diese kündigt.

Ein zusammenfassendes FactSheet zur „LEGO Technic 42113 Bell-Boeing V-22 Osprey“ und seinem realen Vorbild gibt es hier und die Studie „Bricks or Bombs? – Mit welchen Rüstungskonzernen LEGO® zusammenarbeitet, Kriegsspielzeug herstellt und damit seine eigenen Grundsätze verrät“ hier als PDF.

Für Interviews oder bei Nachfragen nehmen Sie bitte jederzeit telefonisch unter +4917623575236 oder per E-Mail unter svg@dfg-vk.de Kontakt auf!

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Stuttgart 19. Juli 2020

Bündnis „Schulfrei für die Bundeswehr. Lernen für den Frieden“

                                           

Newsletter 55, Juni 2020                                              

Liebe Unterstützer*innen des Bündnis „Schulfrei für die Bundeswehr – Lernen für den Frieden“,

viele Monate war es ruhig, weil die Corona Krise auch das schulische Leben völlig verändert hat. Heute melden wir uns wieder mit Informationen der von uns getragenen Kampagne „unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“, die den Juni zu einem Aktionsmonat ausgerufen haben.

Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass die Bundeswehr gezielt um Jugendliche wirbt und jährlich weiterhin Minderjährige als Soldatinnen und Soldaten rekrutiert werden (im Jahr  2019  waren  es  1706),  obwohl  dies  zahlreiche  Kinderrechte  verletzt,  die  in  der  UN-Kinderrechtskonvention festgelegt sind.  
Um  an  dieser  Situation  endlich  etwas  zu  ändern,  wollen  wir  unser  Anliegen  mehr  in  den  Fokus  der Öffentlichkeit rücken und damit den Druck auf die Politik erhöhen.

Deshalb: 
 
Macht mit beim Kampagnenmonat: 
– Seit 1. Juni veröffentlichen wir täglich Fotos mit Statements in den Sozialen Medien unter dem Hashtag #unter18nie. 
o  Schickt der Kampagne ein Bild von euch und sagt, warum Ihr die Rekrutierung Minderjähriger falsch findet. 
o  Postet selber Statements und Fotos mit dem Hashtag. Fotoideen findet Ihr auf der Webseite. 
–  Den 13. Juni haben wir zum „Tag der minderjährigen Bundeswehrsoldat*innen“ auserkoren. Folgt den Social Media-Kanälen und abonniert den Newsletter, um nichts zu verpassen! 
– Am 20. Juni könnt Ihr in unseren ersten Podcast reinhören, der in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Friedenskooperative entstanden ist. 
– Am 27. Juni veranstalten wir einen Video-Talk zum Thema Werbemaßnahmen der Bundeswehr. 

Das geht immer:  
– Sammelt Unterschriften für die Petition der Kampagne. 
– Werdet aktiv und macht mit einer Mahnwache auf die Kampagne und die skandalöse Rekrutierungspraxis der Bundeswehr aufmerksam. 
– Bestellt und verteilt Material der Kampagne: Aktionspakete mit Banner, Flyern, Aufklebern, Fact Sheets und einem großen Pappaufsteller. 
– Unterschreibt und verschickt unsere Postkarte, mit der du die Weitergabe deiner Daten an die Bundeswehr verbietest. 
– Verfolgt die Werbung der Bundeswehr auf YouTube kritisch und hinterlasst Kommentare, wenn es etwas zu sagen gibt. 
 
Alle Infos zu dem Kampagnenmonat Juni findet Ihr unter: 
www.unter18nie.de/kampagnenmonat-Juni-2020 

Beste Grüße

Roland Blach                         

(Koordinator)                         

Bündnis „Schulfrei für die Bundeswehr – Lernen für den Frieden“
c/o Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)
Landesverband Baden-Württemberg
Koordination
Werastr. 10, 70182 Stuttgart
Fon 0711-51885601, Mobil 0177-2507286
Mail ba-wue@dfg-vk.de, Web http://www.schulfrei-für-die-bundeswehr.de

NaturFreunde sagen Nein zur schleichenden Militarisierung von internationalen Beziehungen

Höhere Rüstungsausgaben werden zu mehr Gewalt führen

Berlin, 27.4.2020 – Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri hat gemeldet, dass die globalen Militärausgaben im Jahr 2019 erneut stark gestiegen sind. Dazu erklärt Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands:

Die globalen Rüstungsausgaben sind im letzten Jahr um 3,6 Prozent gestiegen und liegen nun bei 1.917 Milliarden US-Dollar. Dabei hatte Papst Franziskus noch in seiner Osterbotschaft gefordert: „Die Welt braucht Brot statt Waffen.“

Unter den „Top-15-Staaten“ entfallen die höchsten Zuwachsraten auf Deutschland, das im Vergleich zum Vorjahr zehn Prozent mehr in Rüstung investiert. Damit ist unser Land auf Platz sieben der weltweiten Rangliste vorgerückt.

Dieser „Aufstieg“ ist das falsche Signal in einer Zeit neuer Bedrohungen. Statt zu mehr Abrüstung, Frieden und Zusammenarbeit zu kommen, nehmen Konfrontation und Aufrüstung zu. Unser Jahrhundert droht von Gewalt und Verteilungskämpfen geprägt zu werden.

Wir NaturFreunde sagen Nein zur schleichenden Militarisierung von internationalen Beziehungen. Wir wollen zurück zur Friedens- und Entspannungspolitik von Willy Brandt, der die Aufrüstung als „Irrsinn“ bezeichnet hat.

DFG-VK: Militär nutzt Pandemie zur Imagewerbung



Die Bundeswehr nutzt den Einsatz während der Corona-Pandemie, um eine
politisch und moralisch fragwürdige Werbekampagne zu starten.

Es gibt eine eigene Website, eine YouTube-Serie und Werbebanner auf
Nachrichtenseiten von u.a. „SPIEGEL“, „BILD“ sowie auf
Social-Media-Plattformen. Unter dem Titel „Einsatz gegen Corona“ hat
die Bundeswehr gerade eine groß angelegte Werbekampagne gestartet. Das
Ziel dabei ist es, das eigene Image zu verbessern. „Die schwierige – ja
teilweise sogar lebensbedrohliche – Situation vieler Menschen wird
ausgenutzt, um sich mit Steuergeldern ein besseres Image zu erkaufen“,
erklärt Michael Schulze von Glaßer, politischer Geschäftsführer der
Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
(DFG-VK). Die Steuergelder sollten lieber in den Gesundheitssektor gesteckt
werden als in Werbung für die Bundeswehr, so Schulze von Glaßer weiter.
„Während Krankenhäuser insolvent zu gehen drohen, schwimmt das Militär
in Geld“, ärgert sich der DFG-VK Geschäftsführer: „Allein die
Anschaffung eines neuen Schützenpanzers vom Typ ‚Puma‘ kostet 17,1
Millionen Euro – damit ließen sich unzählige Intensivbetten betreiben und
medizinisches Personal gut bezahlen.“ Als Konsequenz aus der Krise
müssten Steuergelder in Zukunft anders verteilt werden. „Wir fordern
mehr Geld für die Sicherheit der Menschen – also für die
Gesundheitsversorgung und den zivilen Katastrophenschutz – und weniger Geld
für das Militär“, macht Schulze von Glaßer deutlich.

Fraglich findet die Friedensorganisation auch die Art der aktuellen
Bundeswehr-Werbung. „Es wird so dargestellt, als sei der Einsatz der
Bundeswehr im Inland etwas Normales“, so Jan Sander, Bundessprecher der
DFG-VK. Dabei habe sie im Inland keine Befugnisse: „Die Bundeswehr kann
heute höchstens im Rahmen der Amtshilfe anderen Behörden unterstellt
werden“, erklärt Sander und verweist auf die Rechtsgrundlange: „Als
Lehre aus der deutschen Geschichte wurden dem Einsatz der Bundeswehr im
Inland im Grundgesetz enge Rahmen gesetzt“, so Sander. Dieser Rahmen
dürfe nicht aufgeweicht werden. „Der aktuelle Einsatz der Bundeswehr
zeigt nicht, dass wir sie im Inland brauchen, sondern dass zivile
Institutionen unterfinanziert sind und daher nicht die Möglichkeiten
haben, die die aufgerüstete Bundeswehr hat“, so der DFG-VK
Bundessprecher.

Der Verband fordert ein sofortiges Ende der „Corona-Werbekampagne“ der
Bundeswehr sowie als Konsequenz aus der Krise weniger Geld für das
Militär und mehr Geld für den Gesundheitssektor und den zivilen
Katastrophenschutz. Um diesen Forderungen Gewicht zu verleihen, hat die
DFG-VK kürzlich eine Spendenaktion gestartet
https://www.dfg-vk.de/unsere-themen/theorie-und-praxis/dfg-vk-oster-aktion-2020

Drohnen-Kampagne fordert: Keine Entscheidung zur Bewaffnung von Drohnen während der Coronavirus-Krise!

PRESSEINFORMATION —

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Zur sofortigen Freigabe

Berlin, den 27 März 2020

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wie Sie wissen darf laut dem geltenden Koalitionsvertrag eine parlamentarische Entscheidung über eine mögliche Bewaffnung von Drohnen erst nach „ausführlicher völkerrechtlicher, verfassungsrechtlicher und ethischer Würdigung” stattfinden.  Das Bundesministerium der Verteidigung hat neulich beteuert, dass die Diskussion dieser Fragen „eine breite gesellschaftliche Debatte“ beinhaltet.

 

Mit guten Gründen sind wir besorgt, dass das BMVg diese wichtige und schon lang versprochene „gesellschaftliche Debatte“ hinter verschlossenen Türen und weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit führen will. Dazu hat die Drohnen-Kampagne dieser Woche einen offenen Brief an alle Bundestagsabgeordneten verschickt.  (Siehe: https://drohnen-kampagne.de/2020/03/25/offener-brief-der-drohnen-kampagne-an-die-bundestagsabgeordneten/)

 

Pressekontakte:

Elsa Rassbach, Sprecherin CODEPINK Germany, AGs Kampfdrohnen in Attac u. DFG-VK; Email: elsarassbach@gmail.com, Tel.: 0170 738 1450 Lühr Henken, Sprecher des Bundesausschuss Friedensratschlag; Email: luehrhenken@t-online.de, Tel.: 0160 4066630 Laura von Wimmersperg, Moderatorin der Berliner Friedenskoordination; Email: laurawimmersperg@t-online.de, Tel.: 030 7823382

 

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TEXT DES OFFENEN BRIEFES AN DIE BUNDESTAGSABGEORDNETEN

 

Berlin, den 23. März 2020

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wie Sie wissen darf laut dem geltenden Koalitionsvertrag eine parlamentarische Entscheidung über eine mögliche Bewaffnung von Drohnen erst nach „ausführlicher völkerrechtlicher, verfassungsrechtlicher und ethischer Würdigung” stattfinden.  Das Bundesministerium der Verteidigung hat neulich beteuert, dass die Diskussion dieser Fragen „eine breite gesellschaftliche Debatte“ beinhaltet.

 

Mit guten Gründen sind wir besorgt, dass das BMVg diese wichtige und schon lang versprochene „gesellschaftliche Debatte“ nur hinter verschlossenen Türen und weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit führen will.

 

Angeblich um „eine offene Debatte über eine mögliche Bewaffnung der durch die Bundeswehr eingesetzten Drohnen anzustoßen“ hatte am 02. März das BMVg alle Bundestagsfraktionsvorsitzende zu einer Podiumsdiskussion („Bewaffnete Drohnen – politische, ethische und rechtliche Aspekte“) für den 24. März in das Verteidigungsministerium eingeladen.  Über diese Einladung gab es keine Berichte in den Leitmedien.

 

In einem weiteren Brief vom 06. März an eine Arbeitsgruppe der SPD-Bundestagsfraktion hat das BMVg seine sehr bedenklichen weiteren Pläne skizziert.  Innerhalb von nur drei Monaten nach der o. g. Podiumsdiskussion soll im Verteidigungsministerium ein „Diskussionspapier“ stehen, das nach „finaler Abstimmung“ mit den Bundestagsfraktionen an den Bundestag versandt werden soll. Erst danach soll „die weitere Behandlung des Themas in den Gremien des Deutschen Bundestags“ beginnen.

 

Die Bundestagsfraktionen sollen unter Führung des BMVg und im Haus des BMVg die wesentlichen Entscheidungen treffen? Wo bleibt hier die „breite gesellschaftliche Debatte“?  Wie kann die Bevölkerung sich über den Verlauf informieren und einbringen?

 

Wird das Verteidigungsministerium etwa seine Türen für die deutsche Bevölkerung öffnen, damit sie sich an der Diskussion beteiligen darf? Werden alle Journalistinnen und Journalisten eingeladen, die sich melden? Werden die Diskussionen, die im Verteidigungsministerium stattfinden, aufgezeichnet und auf der Webseite des Bundestags gepostet wie bei parlamentarischen Debatten üblich?

 

Die geplante Podiumsdiskussion am 24. März wurde zwar am 17. März durch einen Brief des Verteidigungsministeriums wegen „der anhaltenden COVID-19 Pandemie“ vertagt, jedoch will das BMVg „dieses Format als offenen Dialog baldmöglichst“ nachholen.

 

Die schwerwiegende Entscheidung des Bundestags für oder gegen die Bewaffnung von Drohnen für die Bundeswehr darf aus guten Gründen nur nach einer breiten gesellschaftlichen Debatte stattfinden. Als Präzedenzfall wird diese Entscheidung bis weit in der Zukunft alle bewaffnungsfähigen Drohnen der Bundeswehr betreffen: ob Heron TP, „Eurodrohne“ oder auch weitere Drohnen, darunter eventuell in der Zukunft auch autonome Drohnen.  Eine Entscheidung für bewaffnete Drohnen würde diese umstrittene Waffe in die Hände von auch zukünftigen deutschen Regierungen geben, welche Politik auch immer sie verfolgen.

 

Deswegen fordern wir alle Bundestagsfraktionen dazu auf,

 

1) alle Pläne, Drohnen für die Bundeswehr zu bewaffnen, bis nach der Beendigung der Coronavirus-Krise zu stornieren, um die „gesellschaftliche Debatte“ zu ermöglichen; und

 

2) konkrete Vorstellungen der Fraktion dazu, wie eine breite gesellschaftliche Debatte vor einer parlamentarischen Entscheidung über die Bewaffnung von Drohnen für die Bundeswehr gestaltet werden kann, umgehend zu veröffentlichen.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Lühr Henken, Sprecher des Bundesausschuss Friedensratschlag Elsa Rassbach, Sprecherin CODEPINK Germany, AGs Kampfdrohnen in Attac u. DFG-VK Laura v. Wimmersperg, Moderatorin der Berliner Friedenskoordination

 

i. A. der Drohnen-Kampagne

Weitere Informationen zur Drohnen-Kampagne:

 

Die in 2013 gegründete „Drohnen-Kampagne“ hat am 20. Dezember 2019 unseren zweiten Appell, „Keine Kampfdrohnen!“, veröffentlicht.

(Siehe: https://drohnen-kampagne.de/appell-12-2019/).

 

Dieser Brief wird durch Freiheit statt Angst, eine der ca. 150 Unterstützer-Gruppen im bundesweiten Netzwerk „Drohnen-Kampagne“, per Email verschickt.  (Siehe: https://drohnen-kampagne.de/appell-keine-kampfdrohnen/unterstutzergruppen/)

 Bündnis „Schulfrei für die Bundeswehr. Lernen für den Frieden“  

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Newsletter 52, Dezember 2019                                             

Liebe Unterstützer*innen des Bündnis „Schulfrei für die Bundeswehr – Lernen für den Frieden“,

zum Ende dieses Jahres informieren wir gerne noch einmal über viele Berichte und Hintergrundinformationen. Frieden ist nicht selbstveständlich und geht jeden von uns an. Umso wichtiger ist die weiterhin kontroverse Diskussion zur Rolle der Bundeswehr und des Militärs sowie der Werbung hierfür.

Daran setzt unsere Bündnisarbeit an sowie unsere Mitarbeit in der Kampagne „unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“. Gleichzeitig formiert sich ausgehend von einem Beschluss der evangelischen Landeskirche in Baden und dem Szenario „Sicherheit neu denken“ eine Aufklärungs- und Bildungskampagne mit dem Ziel einer nachhaltigen und zivilen Sicherheitspolitik.

Mischen wir uns ein. Mit kritischem Geist gegen neue Aufrüstung, für Frieden und Gewaltfreiheit.

Werbung der Bundeswehr steht immer stärker in der Kritik

Der SWR berichtet immer wieder aufs Neue über die Praxis der Bundeswehrwerbung. So auch im November in der Radiosendung „Wie die Bundeswehr um Nachwuchs wirbt“. Und immer wieder gibt es lokale Aktionen und Stellungnahmen der Friedensbewegung, die es auch in die Medien schaffen. Erst vor wenigen Tagen hat sich der Friedensrat Markgräflerland an die Öffentlichkeit gewendet.

Noch liegen uns für das erste Quartal 2020 keine Termine der Bundeswehr in Schulen und auf Messen vor. Der DFG-VK Webshop bietet in jedem Fall eine Vielzahl von auch neuen Materialien zum Thema für Aktionen und Aufklärung an (Aufkleber, Plakate, Buttons, Flyer, Hintergrundinfos, Bücher…).

30 Jahre Kinderrechtskonvention – Schattenbericht KIndersoldaten

Am 17. November wurde die UN Kinderrechtskonvention 30 Jahre alt. Dieser Tag ist den Kinderrechten gewidmet. Doch es gibt noch viel zu tun. Auch in Deutschland. Wenige Tage später wurde der Schattenbericht Kindersoldaten vorgestellt. Mit einer katastrohalen Bilanz auch für die Bundesregierung, u.a. durch die Rüstungsexporte, die weltweit Kriege befeuern und damit auch den Einsatz von Kindersoldaten. Außerdem wird die Praxis der Rekrutierung in Deutschland kritisiert.

Kampagne „unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“

Unser Bündnis ist aktiv in de Kampagne „unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“. Die Campaignerin Sarah Gräber, die von Stuttgart aus arbeitet, war zuletzt bei Lobbygesprächen in Berlin unterwegs und hat jüngst amnesty international ein Radiointerview gegeben. Ein erhellender Bericht ist hier im Friedensforum nachzulesen.

Red Hand Day 12. Februar

Dieser Tag widmet sich seit vielen Jahren dem weltweiten Schicksal von Kindersoldaten. Eine Handlungsanleitung nicht nur für diesen Tag, sondern auch für die Zeit bis Sommer könnt Ihr auf unserer Homepage nachlesen. Ausgehend auch von den wichtigen Erfahrungen des Runden Tisch „Schulfrei für die Bundeswehr. Lernen für den Frieden“ in Freiburg.

Termine zu Friedensbildung, Bundeswehr und Gewaltfreiheit

Am 18. Januar widmet sich das Neujahrs- und Planungstreffen der DFG-VK Baden-Württemberg neben dem gemeinsamen Engagement für ein Friedensklima auch den vielen runden Jahrestagen, die uns 2020 erwarten.

Vom 16.-29. März kommt Arun Gandhi, der fünfte Enkel von Mahatma Gandhi, für eine Rundreise nach Deutschland. Öffentliche Veranstaltungen gibt es am 17. März im Tollhaus Karlsruhe, am 19. März in der Stadtbibliothek Stuttgart, am 23. März in der Stadtbibliothek Köln und am 25. März in Trier. Mit im Gepäck die beiden Bücher „Wut ist ein Geschenk“ und „Sanftmut kann die Welt erschüttern“.

Einsendeschluss für den erstmals ausgelobten Ulli-Thiel-Friedenspreis für Schulen in Baden-Württemberg ist der 22. Mai.

Spenden erwünscht – Mitglied im Bündnis werden

Um unser Bündnis als regionaler Akteur der Kampagne „unter 18! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“ stabil weiterführen zu können, brauchen wir für personelle Ressourcen und Materialien Eure Unterstützung. Wir freuen uns über einen Betrag von 20€, 50€ oder gerne auch mehr: Pax an, IBAN: DE90 4306 0967 7021 1954 00, BIC GEDODEM1GLS, mit dem Stichwort: „Schulfrei“.

Oder werdet doch einfach Teil des Bündnis. Mail an blach@dfg-vk.de reicht.

Mit reichlich Lesestoff geht es nun in die wohlverdiente Weihnachtspause.

Ich wünsche allen ein friedliches, geruhsames, frohes und besinnliches Weihnachten und einen guten Übergang in 2020

Roland Blach

(Koordinator)

 

Bündnis „Schulfrei für die Bundeswehr – Lernen für den Frieden“
c/o Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)
Landesverband Baden-Württemberg
Koordination
Werastr. 10, 70182 Stuttgart
Fon 0711-51885601, Mobil 0177-2507286
Mail ba-wue@dfg-vk.de, Web http://www.schulfrei-für-die-bundeswehr.de

Zweiter Appell des bundesweiten Netzwerks „Drohnen-Kampagne“: Keine Kampfdrohnen!

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APPELL (12/2019)

Zweiter Appell des bundesweiten Netzwerks „Drohnen-Kampagne“

20. Dezember 2019

Keine Kampfdrohnen!

Vor sieben Jahren forderte der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) bewaffnete Drohnen („Kampfdrohnen“) für die Bundeswehr.  Wegen der starken Ablehnung durch die Bevölkerung gab es bis heute noch keine Mehrheit in der Politik für ihre Beschaffung.

Jetzt fordert die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) abermals deutsche Kampfdrohnen. Wir sagen abermals „Nein!       

Wir lehnen Kampfdrohnen ab, weil ihr Einsatz

  • Tötungen ohne ein Risiko für die Angreifenden ermöglicht und damit die Schwelle senkt, militärische Gewalt auszuüben;
  • den Krieg geografisch entgrenzt, weil sie von mobilen oder stationären Bodenstationen aus der Ferne oder sogar aus Deutschland gesteuert werden können;
  • in enger geheimdienstlicher Vernetzung mit solchen verbündeten Staaten ausgeübt wird, die mit bewaffneten Drohnen das Völkerrecht und die Menschenrechte ständig schwer verletzt haben;
  • durch ihre Verbindung mit willkürlichen und völkerrechtswidrigen Tötungen den Hass in den betroffenen Bevölkerungen schürt, Terrorismus fördert, Militärpersonal dadurch gefährdet und die Möglichkeit, friedliche Lösungen zu finden, untergräbt;
  • schwere psychologische Folgen für die Zivilbevölkerung in den betroffenen Gebieten verursacht, die dauerhaft überwacht werden, weil Drohnen wie ein Damoklesschwert über ihnen schweben;
  • zur wissenschaftlich bewiesenen psychologischen Traumatisierung des ausführenden Militärpersonals führt, während noch kein Beweis dafür erbracht wurde, dass diese Waffen Soldatinnen und Soldaten im Feld besser als konventionelle Waffen schützen können;
  • einen gefährlichen Vorstoß für die Nutzung von qualitativ neuen digitalen Technologien zum Töten bedeutet, die Grenzen zwischen Krieg und Frieden verwischt und sich zunehmend und weltweit der verfassungsgemäßen demokratischen Kontrolle entzieht.

Wir fordern von Bundesregierung und Bundestag,

  • das Versprechen in den Koalitionsverträgen von 2013 und 2018 endlich einzuhalten, eine offene und ausführliche Prüfung im Bundestag zu den völkerrechtlichen, verfassungsrechtlichen und ethischen Fragen im Zusammenhang mit dem Einsatz von bewaffneten Drohnen durchzuführen und erst danach über ihre Bewaffnung abzustimmen;
  • das Versprechen in den Koalitionsverträgen von 2013 und 2018 zur Ächtung von autonomen Waffensystemen einzuhalten und umgehend alle Forschungen und Entwicklungen in Deutschland hierzu zu verbieten;
  • die ebenfalls versprochene „breit angelegte Debatte in Politik und Gesellschaft“ über die Bewaffnung von Drohnen stattfinden zu lassen, sie zu fördern und in die Beratungen im Bundestag einzubeziehen, weil die rasche Digitalisierung und Automatisierung der Staatsgewalt bis hin zu autonomen Waffensystemen eine steigende zivilgesellschaftliche Verantwortung für die Gestaltung einer friedlichen und demokratischen Zukunft mit sich bringt;
  • sich für ein weltweites Verbot und völkerrechtliche Ächtung solcher Waffensysteme einzusetzen.

Kundgebung: Bundeswehr abschaffen – weg mit Crossmedia! – Freitag, 13.12.2019, 17 Uhr

Kundgebung

 

Bundeswehr abschaffen – weg mit Crossmedia!

 

Freitag, 13.12.2019, 17 Uhr

Kohlfurter Str. 41, Berlin-Kreuzberg (vor der Crossmedia GmbH)

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Die Düsseldorfer Werbe-Agentur Crossmedia GmbH mit Zweigstelle in der Kohlfurter Straße 41 in Berlin-Kreuzberg  verdient prächtig an der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. Die Crossmedia GmbH ist an der Bundeswehr-Werbekampagne „Mach was wirklich zählt“ beteiligt und produzierte u.a. die ekelhaften Bundeswehr-Werbe-Serien „Die Rekruten“, „Mali“ und „KSK“.

 

Mit den groß angelegten Werbe-Kampagnen soll die tödliche Arbeit der Bundeswehr verharmlost werden. Die Arbeit bei der Bundeswehr wird als Mischung von ganz normalem Job und interessantem Abenteuer dargestellt.

Die Propaganda fürs Töten und Sterben stellt sich selbst als „Entertainment“ da. Das Ganze wird auch noch zu einer besonders sinnvollen Sache („Mach was wirklich zählt“) umgelogen.

 

Die Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber, sondern ein gewalttätiges Instrument zur Durchsetzung hoher Profite und strategischer Interessen.

Das Arbeiten bei der Bundeswehr ist kein normaler Job, ist kein Abenteuer und kein Computerspiel, sondern bedeutet die Durchsetzung von Leid, Tod, Flucht, Armut und Unterdrückung. Durch ihre perfiden und hochprofitablen Werbekampagnen trägt die Crossmedia GmbH zur Verharmlosung der Bundeswehr bei, und ist direkt dafür mitverantwortlich, dass die Bundeswehr heute wieder weltweit im Kampf für hohe Profite und strategische Interessen tötet.

 

Wir haben die Schnauze voll. Wir wollen eine Welt, in der alle Menschen ohne Angst überall ein guten Leben leben können. Wir wollen eine Welt ohne Imperialismus, Neokolonialismus und Unterdrückung, ohne Waffenexporte und Wirtschaftskriege, ohne Bundeswehr und ohne Crossmedia.

 

Wir finden: Werbung fürs Töten und Sterben für deutsche Interessen und hohe Konzern-Profite darf sich nicht lohnen!

 

Bundeswehr abschaffen – weg mit Crossmedia!

 

 

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Wir freuen uns, wenn dieser Aufruf zur Kundgebung am 13.12.19 weitergeleitet und veröffentlicht wird. Wir freuen uns auch über eigene Aufrufe zur Kundgebung. Und wir finden natürlich großartig, wenn viele Menschen zur Kundgebung kommen oder auf andere Art gegen die Crossmedia GmbH aktiv werden.

 

Wir freuen uns über Redebeiträge zur Kundgebung, etwa zur Rolle der Bundeswehr (Geschichte, Aufgaben, Einsätze, Werbung, aktuelle Entwicklungen etc.), zur tödlichen deutschen und europäischen Außenpolitik, und warum wir keinen Bock auf Crossmedia in Kreuzberg 36 (und überhaupt) haben.

 

Und natürlich freuen wir uns auch über alle weiteren Aktivitäten gegen die deutsche Kriegsarmee, etwa beim für den 12.11.19 geplanten sogenannten „öffentlichen Gelöbnis“ vor dem Reichstag in Berlin (http://nowar.blogsport.de).

 

Im Anhang findet sich der vollständige Aufruf zur Kundgebung am 13.12.

als Text-Version und ein Mini-Plakat in A4. Weitere Flyer-Vorlagen (4 x A4, 4 x A5, Mini-Flyer A6) und Infos finden sich auf unserem Blog http://kreuzberg36.noblogs.org. Kontaktieren könnt ihr uns unter kreuzberg36-initiative@riseup.net.

 

 

Niederlassungen der Crossmedia GmbH, einem Unternehmen mit aktuell laut Wikipedia über 500 Mitarbeiter*innen, gibt es außer in Berlin (Kohlfurter Straße 41) übrigens auch noch in Düsseldorf (Hauptsitz, Hildebrandstraße 24a), Hamburg (Gaußstraße 136), Bielefeld (Ritterstraße 8), in London und in den USA.

 

Wer mehr über Crossmedia und ihre bescheuerten Bundeswehr-Werbefilme erfahren möchte, kann auch etwa hier mal schauen:

 

https://www.crossmedia.de/cases/bundeswehr-die-rekruten/

https://www.crossmedia.de/cases/bundeswehr-mali/

https://www.crossmedia.de/cases/bundeswehr-ksk-kaempfe-nie-fuer-dich-allein/

 

 

Bundeswehr abschaffen – weg mit Crossmedia!

 

 

Stadtteil-Initiative Kreuzberg 36

Kein „Tag der Bundeswehr“ auf dem Hessentag 2019 in Bad Hersfeld!

frieden

Friedlicher Hessentag

Demonstration:
Kein „Tag der Bundeswehr“ auf dem Hessentag 2019 in Bad Hersfeld!
Gegen die Militärwerbung auf dem Hessentag!
Gegen die Werbung gegenüber Minderjährigen!

Sie erwarten ein ausgelassenes Volksfest? Doch Vorsicht: Sie finden auch Panzer, Maschi­nen­ge­wehre und Kampfhubschrauber sowie Militärkonzerte!

Mit vielen Veranstaltungen und Kriegsgerät missbraucht die Bundeswehr den Hessentag als Werbeschau.

Sie will sich als „normaler Arbeitgeber“ auch und gerade bei Kindern und Jugendlichen präsentieren und für gewaltbasierte Konfliktlösung begeistern. Jährlich werden zig Millionen Euro ausgegeben, um die Akzeptanz der Auslandseinsätze in der Bevölkerung zu steigern und Nachwuchs zu gewinnen. Dabei wird Kriegsgerät als Abenteuerspielplatz arrangiert und selbst Kleinkinder klettern auf Panzern herum. Neugier und Technikbegeisterung von Kindern und Jugendlichen werden missbraucht, um Berührungsängste vor militärischer Gewalt abzubauen.

Doch in der Armee geht es nicht um „Sport“, „Kameradschaft“ und „Abenteuer“, sondern um die Anwendung von Waffengewalt. Dass Soldat*innen andere Menschen töten und selbst immer wieder traumatisiert, verwundet oder getötet werden, wird nicht thematisiert. Und trotz erheblicher Kritik der UN werden in Deutschland weiter Minderjährige rekrutiert. 2018 wurden ganze Schulkassen von der Bundeswehr zum Hessentag nach Korbach gefahren!

Das Aktionsbündnis „Friedlicher Hessentag“ wendet sich gegen Militärwerbung auf Volksfesten und bei Minderjährigen. Wir stehen für gewaltfreie Konflikt­lösungskultur und nehmen Art. 69 der Landesverfassung ernst: „Hessen verpflichtet sich zu Frieden, Freiheit, Völkerverständigung und zur Ächtung des Krieges“.

 

BAD HERSFELD
Samstag, 15. Juni 2019, 15:00 Uhr
vor der Rückseite des Bahnhofs Bad Hersfeld

 

 

Schließen Sie sich dem Aktionsbündnis „Friedlicher Hessentag“ an!

Newsletter der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! Nr. 101 vom 25.10.2018

Aktion Aufschrei Frieden Rüstung

Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,

machen auch Sie mit und unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift den offenen Brief des Netzwerks Friedenskooperative an Bundeskanzlerin Merkel mit der Forderung, jegliche Rüstungsexporte an Saudi-Arabien einzustellen. Denn es besteht die Gefahr, dass – wenn die Empörung über die Tötung des regimekritischen Journalisten Jamal Kashoggi durch andere Nachrichten in den Hintergrund gerückt ist – auch künftig Kriegswaffen und Rüstungsgüter weiter an das saudische Regime geliefert werden.

Und auch wenn der türkische Präsident Erdogan derzeit einen scharfen Kritiker der saudischen Regierung gibt, sollten wir uns daran erinnern, dass auch er zum Beispiel missliebige JournalistInnen verfolgt und die türkische Armee mit deutschen Leopard-Panzern völkerrechtswidrig in Nordsyrien einmarschieren ließ. Dennoch wird nach „Stern“-Informationen die Nachrüstung von Panzern in der Türkei mithilfe von deutschen Fachkräften bereits vorangetrieben.

Wie dem Zwischenbericht über die deutschen Rüstungsexporte 2018 zu entnehmen ist, betrafen im ersten Halbjahr 2018 fast 60 Prozent aller Waffenexportgenehmigungen Drittländer – darunter vor allem Algerien und Saudi-Arabien. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum gab es zwar einen Rückgang der Waffenexportgenehmigungen insgesamt und auch was Kleinwaffen betrifft, die Erfahrung lehrt jedoch, dass wir mit unseren Aktionen dennoch nicht nachlassen dürfen.

Die im Folgenden angerissenen Themen sind eine kleine Auswahl der zahlreichen Meldungen zu Rüstungsexporten. Lesen Sie mehr davon auf unserer Website unter „Neues“.

Mit herzlichen Grüßen

Anke Wollny und Otto Reger
Online-Redakteurin und Online-Redakteur der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!

Jetzt unterzeichnen: Verbieten Sie Waffenexporte nach Saudi-Arabien, Frau Merkel!
Das Netzwerk Friedenskooperative fordert in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel, jegliche Rüstungsexporte an Saudi-Arabien einzustellen. Dies müsse auch noch nicht abgewickelte Waffenlieferungen beinhalten. Unterschreiben auch Sie den Brief.

Rüstungsgeschäfte mit Saudi-Arabien sofort stoppen: Kehrtwende bei Rüstungsexporten gefordert
Die Aufschrei-Sprecher fordern unter anderem einen sofortigen umfassenden Stopp aller Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien und an alle anderen am Jemenkrieg beteiligten Staaten. Dafür muss sich die Bundesregierung auch auf europäischer Ebene einsetzen.

Rüstungsexportzwischenbericht 2018: 60 Prozent der Waffenausfuhren gingen in Drittstaaten
Die Bundesregierung hat den Rüstungsexportbericht für das erste Halbjahr 2018 veröffentlicht. Demnach hat sie in dieser Zeit Einzelausfuhren in Höhe von 2,57 Milliarden Euro genehmigt. Fast 60 Prozent davon betrafen Ausfuhren in Drittländer.

Anhörung des Wirtschaftsausschusses mit Kampagnensprecherin als Sachverständige: Kleinwaffen- und Munitionsexport absolut verbieten
Aufschrei-Sprecherin Christine Hoffmann war als Expertin zur Anhörung zum Thema „Export von Rüstungsgütern“ in den Wirtschaftsausschuss des Bundestages eingeladen. Sie machte sich für ein Exportverbot von Kleinwaffen und Munition stark.

Stern: Upgrade von Leopard-Panzern in Türkei schon im Gange?
Das Magazin „Stern“ vermutet, dass die Freilassung des Journalisten Deniz Yücel aus türkischer Haft doch mit einem Panzerdeal erkauft worden sein könnte. Dafür, so die Zeitschrift, gebe es neue Indizien.

„Die Anstalt“-Folge über Rüstungsexporte für DAfF-Preis nominiert
Am 27. März befasste sich die Kabarettsendung „Die Anstalt“ mit deutschen Waffenexporten. Auch Aufschrei-Sprecher Jürgen Grässlin wirkte dabei mit. Nun wurde diese Folge für den diesjährigen Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen (DAfF) im nominiert.

Radio Lora München: Interview mit Aufschrei-Sprecherin Charlotte Kehne
Radio Lora München sprach mit Aufschrei-Sprecherin Charlotte Kehne unter anderem über die jüngst erlaubten Waffenexporte an Saudi-Arabien und Co., über die Intransparenz bei deutschen Waffenexporten und die Forderungen der Aktion Aufschrei.

Hauptversammlung Heckler & Koch: Kritische Aktionäre fordern Stopp von Waffenexporten in menschenrechtsverletzende Staaten
Am 21. September fand in Rottweil die Hauptversammlung von Heckler & Koch statt. Auch die Kritischen Aktionäre waren da. Sie machten gut die Hälfte der Teilnehmer aus und konfrontieren den Vorstand mit kritischen Fragen und zahlreichen Forderungen.

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