Ehemalige deutsche Abrüstungsdiplomaten fordern verstärkte Anstrengungen zur Minderung nuklearer Gefahren

Presseinformation

Ehemalige deutsche Abrüstungsdiplomaten fordern verstärkte Anstrengungen zur Minderung atomarer Gefahren

Berlin, 5. August 2020. Morgen jährt sich zum 75. Mal der Abwurf der ersten Atombombe auf Hiroshima. Der Jahrestag ist Mahnung, die gewachsene Gefahr eines Atomkriegs ernst zu nehmen.

In der beigefügten  gemeinsamen Erklärung rufen deshalb ehemalige deutsche Diplomaten bei der Genfer Abrüstungskonferenz zu einer Stärkung des Atomwaffensperrvertrags auf. Dies rechtfertigt ein nachdrückliches politisches Engagement auf hoher politischer Ebene.

Der vor 50 Jahren in Kraft getretene Vertrag ist nach wie vor der Grundstein für die Nichtverbreitung von Kernwaffen, die nukleare Abrüstung und die friedliche Nutzung der Kernenergie.

Die für Anfang nächsten Jahres geplante Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag muss genutzt werden, um ihn zu erhalten und zu stärken. Dazu schlagen die Abrüstungsexperten eine Reihe von Maßnahmen vor.

Die Stellungnahme erscheint in der September-Ausgabe von  „WeltTrends – Das außenpolitische Journal“.

Die beigefügte Liste informiert über frühere Funktionen der Unterzeichner.

Anlage: Stellungnahme „Für eine erfolgreiche Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages“

Hier die Stellungnahmen:

Hiroshima Gedenken 2020 in Berlin

VA: „Bündnis 6. August“

05.08.2020, 21:00-23:00 Uhr

Nacht der Kerzen

am Vorabend des Gedenkens an die opfer der atombombenabwürfe auf hiroshima und nagasaki

Ort: Volkspark Friedrichshain, Berlin, Volkspark Friedrichshain, 10249 Berlin

06.08.2020, 08:15 Uhr

Läuten der Weltfriedensglocke

Ort: Volkspark Friedrichshain, Berlin, Volkspark Friedrichshain, 10249 Berlin

06.08.2020 16:45 -18:00 Uhr

Gedenkveranstaltung „Hiroshima und Nagasaki zum Gedächtnis“

Ort: Volkspark Friedrichshain an der Weltfriedensglocke am Großen Teich,

17 Uhr, Eröffnung der Gedenkveranstaltung, mit Reden und Musikbeiträgen, Redner*innen: Knut Mildner-Spindler (stellv. Bezirksbürgermeister Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg)

Die Mahn- und Gedenkveranstaltung findet in diesem Jahr als geschlossene Veranstaltung statt.

(Der abgegrenzte Bereich wird nur mit Einladung zugänglich sein.)

livestream: www.facebook.com/friedensglockeberlin,

Ort: Volkspark Friedrichshain, Berlin, Volkspark Friedrichshain, 10249 Berlin

Kontakt: Anja Mewes, Vors., Friedensglockengesellschaft Berlin, Zossener Str. 66, 12629 Berlin,

Telefon: 0152/29996370, friedensglockengesellschaft@web.de

Internet: www.weltfriedensglocke-berlin.de

Erster US-Bürger erwartet seinen Gefängnisaufenthalt in Protest gegen in Deutschland stationaierte U.S.-Atombomben

Pressemitteilung 31. Juli 2020

Am 4. August 2020 findet um 9.30 Uhr im Koblenzer Justizpalast, Karmeliterstr. 14, der Berufungsprozess gegen den in Radeberg/Sachsen wohnhaften US-Bürger Dennis DuVall, statt. Darin setzt DuVall seinen Protest, gegen die auf dem rheinland-pfälzischen Luftwaffenstützpunkt Büchel stationierten US-Wasserstoffbomben, fort.* DuVall, 78 Jahre, ist ein Air Force-Veteran aus dem US-Krieg in Vietnam und langjähriges Mitglied von „Veterans for Peace“. Er wurde am 11. Mai im Amtsgericht Cochem in 1. Instanz wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung auf dem Luftwaffenstützpunkt Büchel verurteilt und hat beim Koblenzer Landgericht in Koblenz Berufung eingelegt.

Zusammen mit 17 anderen nahm DuVall am 15. Juli 2018 an einer symbolischen inrernationalen Entwaffnungsaktion des zivilen Ungehorsamss teil, als fünf separate Gruppen an fünf Stellen den Sicherheitszaun durchschnitten und den NATO-Stützpunkt Büchel betraten. Diese zivile Widerstandsaktion war Teil der Internationalen Woche im Rahmen der 20-wöchigen Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“, die u.a.  die Entfernung der restlichen 20 US-Atomwaffen des Typs B61 aus Deutschland fordert.

„Die Demonstranten von Büchel tun das, was die Atomwaffenstaaten seit 50 Jahren hätten tun sollen, nämlich ihre Atomwaffenarsenale abzuschaffen, wie es der Atomwaffensperrvertrag verlangt“ [NPT], sagte DuVall.

Büchel-Demonstranten erklären, dass die US-Wasserstoffbomben vom Typ B61 damit die nukleare Bedrohung der NATO in Europa aufrechterhalten. In Büchel AFB werden diese Atombomben zur Vorbereitung und Ausbildung für einen Atomkrieg in (NATO-) Übungen eingesetzt. Dies verstößt gegen die beiden Hauptartikel des NVV (Atomwaffen-Nichtverbreitungsvertrag) sowie gegen andere verbindliche humanitäre Völkerrechte. „Das unbefugte Betreten und die Beschädigung eines Zauns sind – im Vergleich zu der drohenden nuklearen Vernichtung ausgehend von den in den Bunkern liegenden Atombomben – ein triviales Vergehen“, sagte DuVall in einer vorbereiteten Erklärung.

DuVall sagte, dass er „sich weigert, eine Geldstrafe für seinen gewaltlosen zivilen Widerstand zu bezahlen“, und dass er es „erwartet, ’20 Tage für 20 Bomben‘ im Gefängnis abzusitzen“.

Mehr Infos: www.buechel-atombombenfrei.de

Prozessbeobachtung ist erwünscht! Für Interviews stehen zu Verfügung:

KONTAKT:   Marion Küpker, GAAA                                       Dennis DuVall (nur Englisch)

                   Beckstr. 14, 02357 Hamburg                Haupt Str. 24, 01454 Radeberg 

                   0172-771 32 66                                                          0176-435 492 28 

 * Die NATO schweigt, nachdem sechs geheime Standorte von US-Atomwaffen in Europa versehentlich enthüllt wurden; belgische Zeitung veröffentlichte Informationen, die aus dem Bericht für den Ausschuss der Parlamentarischen Versammlung der NATO gelöscht wurden; Bomben werden offenbar an sechs US-amerikanischen und europäischen Stützpunkten gelagert, South China Morning Post / The Washington Post / 17 Jul, 2019, https://www.scmp.com/news/world/united-states-canada/article/3018914/nato-silent-six-secret-locations-us-nuclear-weapons

MEDIA ADVISORY 31 JULY 2020

 First United States citizen to face jail for protest against U.S. hydrogen bombs stationed in Germany

On August 4, 2020, in Koblenz Justice Court beginning a 9:30, US citizen Dennis DuVall, a resident of Radeberg, will appear in Koblenz Justice Court, Karmeliterstr. 14, Koblenz, Germany, and continue his protest against U.S. hydrogen bombs maintained at Büchel air force base, in Rheinland-Pfalz, Germany.* DuVall, 78, an Air Force Veteran of the US War in Vietnam and a longtime member of Veterans for Peace, was convicted by the Cochem District Court of trespassing and property damage at Büchel air force base at trial on May 11, and has appealed to the Koblenz Justice Court in Koblenz.

         DuVall joined 17 others in a symbolic disarmament action July 15, 2018, when five separate groups cut through the security fence in five places and entered the Büchel NATO base. The civil resistance action was part of the International Week section of the 20-week-long Büchel ist Überall campaign demanding removal of the remaining 20 US B61 nuclear weapons from Germany.

         „Büchel protesters are doing what the nuclear weapons states should have been doing for the past 50 years, taking action to abolish their nuclear arsenals as required by the Nuclear Nonproliferation Treaty“ [NPT], DuVall said.

         Büchel protesters contend the US B61 hydrogen bombs, which maintain NATO’s nuclear threat in Europe and are used at Büchel AFB in preparation and training for nuclear war, violate the two principle articles of the NPT as well as other binding international humanitarian laws. “Trespassing and damage to a fence are minor offenses that are trivial compared to the threat of nuclear annihilation readied inside the bunkers at Büchel AFB,” DuVall said in a prepared statement July 27.

DuVall said he “refuses to pay a fine for his nonviolent civil resistance,” and that he “expected to be incarcerated ‘20 Days for 20 Bombs’”.

CONTACT:   Marion Küpker, GAAA                       Dennis DuVall        

                   Beckstr 14, 02357 Hamburg              Haupt Str. 24, 01454 Radeberg   

                   01727713266                                  017643549228        

              * NATO silent as six secret locations of US nuclear weapons in Europe accidentally revealed in report; Belgian newspaper publishes information deleted from report for NATO Parliamentary Assembly committee; Bombs are apparently stored at six US and European bases, South China Morning Post / The Washington Post / 17 Jul, 2019, (https://www.scmp.com/news/world/united-states-canada/article/3018914/nato-silent-six-secret-locations-us-nuclear-weapons)

Internationale Atomwaffen-Blockade des Bundeswehr-Fliegerhorstes Büchel zum 75. Gedenktag der 1. Atombombenexplosion „Trinity“ – 16. Juli 1945

Pressemitteilung vom 16.7.2020:

Heute früh um 6:15 Uhr blockierten 14 AktivistInnen aus den USA, Niederlanden und Deutschland für 1 ½ Stunden die Hauptzufahrt des Atomwaffen-Stützpunktes Büchel. Damit wurde der Dienstantritt der SoldatInnen und der Piloten des Bücheler Atombomben-Geschwaders gestört. Die internationale Blockade richtete sich gegen das regelmäßige Üben des Einsatzes dieser – bereits nach heutigem Recht – gesetzeswidrigen Massenvernichtungswaffen. Diese sind Bestandteil der nuklearen Teilhabe der NATO und damit Teil der globalen Tötungs-Maschinerie: „Denn schon bei der Produktion und dem Testen von Atomwaffen fallen Unmengen von radioaktivem Atommüll an, das unser aller Leben unsichtbar in Gefahr bringt. Die radioaktive Hintergrundstrahlung in der Atmosphäre ist heute noch um das ca. Dreifache gegenüber 1945 erhöht“, sagt Marion Küpker von der Initiative Gewaltfreie Aktion Atomwaffen abschaffen.

Die erste Atombombenexplosion fand am 16. Juli 1945, auf dem bewohnten Land der Dine Indians (Native Americans) in New Mexiko/USA, statt. Dieser Tag wurde von den Native Americans zum „Internationalen Tag gegen die atomare Kette“ erklärt. Er leitete den Beginn des nuklearen Kolonialismus an den Indigenen Völkern ein, da die ca. 2000 weltweiten Atomtests zu 100 % auf ihrem Boden/Land (z.B. in Nevada/USA, Bikini Atoll/Pazifik, Wüste von Algerien und Australien) stattfanden, zusätzlich zu ca. 80 % des Uranabbaus!

Genau hieran wollen wir heute mit unserer Blockade am Atomwaffen-Stützpunkt Büchel gedenken!

Wir widersprechen der Argumentation, dass die nukleare Abschreckung (Drohung mit Atomwaffen) in den letzten 75 Jahren funktioniert haben soll und uns Frieden und Sicherheit geschenkt hätte.

Wir – unsere internationale Aktionsgruppe, die Teil der bundesweiten Kampagne Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt ist – fordern die Bundesregierung auf:

1.den sofortigen Abzug der ca. 20 US Atombomben aus Büchel einzuleiten;

2. keine neu-entwickelten US-Atombomben zu stationieren bzw. keine neuen US- Kampfflugzeuge (F18!) zu kaufen; und

3. den Internationalen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu unterzeichnen und ratifizieren.

Kampagnen-Webseite: www.buechel-atombombenfrei.de

Newsletter Friedenskoordination vom 16.07.2020

Newsletter vom 16.07.2020 +++ Logo Aktionen zum Hiroshima- und Nagasaki-Gedenken + Neues FriedensForum erschienen + Weitere Aktivitäten der Friedensbewegung

Heute wollen wir dich über die Aktivitäten zu den Gedenktagen an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki informieren sowie über unser neu erschienenes FriedensForum mit dem Schwerpunkt „Sicherheit neu denken“.

Außerdem möchten wir dich kurz auf einige bevorstehende Aktivitäten der Friedensbewegung in den kommenden Wochen hinweisen, die du wie immer auch in unserem Terminkalender findest.

Dies und Mehr in unserem Juli-Newsletter:

1. Großflächen-Kampagne „75 Jahre Hiroshima-/ und Nagasaki-Gedenken“ mit hoher Beteiligung
2. FriedensForum 4/2020 erschienen
3. Hiroshima-Gedenken, Antikriegstag und weitere Aktivitäten


Wir wünschen gutes Lesen

Philipp Ingenleuf und Kristian Golla
für das Team des Netzwerk Friedenskooperative
  +++ Newsletter Juli 2020 +++
1.) Großflächen-Kampagne zum Gedenken an „75 Jahre Hiroshima & Nagasaki“ und für ein Atomwaffenverbot
Die Jahrestage der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki jähren sich am 6. und 9. August zum 75. Mal. In unserem vergangenen Newsletter hatten wir dazu um Unterstützung für die Großflächen-Kampagne gebeten, mit der wir an die Opfer erinnern und den Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot fordern wollen. Unser Ziel war es, diese Großflächenplakate in 75 Städten aufzuhängen – doch unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen! Die Aktion ist auf so große Resonanz gestoßen, dass wir statt 75 Großflächen in 75 Städten nun auf stolze 275 Großflächenplakate in weit über 100 Städten aufrunden konnten.

Für das große Interesse möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken, die die Großflächenkampagne unterstützten. Zur Deckung der restlichen Kosten und für die Weiterarbeit möchten wir noch einmal um deine Unterstützung bitten, wenn du dies nicht schon bereits tust:
  [Link: https://www.friedenskooperative.de/grossflaeche-hiroshima]
Sicherlich fragst du dich nun, wo genau die Großflächen hängen werden. Hier auf unserer Website haben wir die Liste der Städte. Da wir bei Ströer (der Firma, die die Großflächen aufhängt) ein Mischangebot aus regulären Flächen und Freiaushängen gewählt haben, wissen wir die genauen Standorte der Großflächen aktuell noch nicht. Diese werden uns erst Anfang August mitgeteilt. Wir werden die genauen Standorte dann ebenfalls auf unserer Website veröffentlichen und alle Teilnehmer*innen sowie alle Patinnen und Paten von Großflächen informieren.

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2.) FriedensForum 4/2020 erschienen mit Schwerpunkt „Sicherheit neu denken“
Die neue Ausgabe des FriedensForums ist erschienen. In dem aktuellen Heft geht es im Schwerpunkt um die Initiative „Sicherheit neu denken“, die momentan bei vielen Friedensgruppen großes Interesse hervorruft. Was will „Sicherheit neu denken“? Und ist dieser Ansatz zum Umstieg auf eine rein zivile Sicherheitspolitik realisierbar und wünschenswert? In zahlreichen Artikeln werden diese Fragen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Wie in jeder Ausgabe gibt es zusätzlich dazu Neuigkeiten rund um Kampagnen und Aktivitäten aus der Friedensbewegung!

Ausgewählte Artikel der aktuellen Ausgabe kannst Du hier bereits jetzt online nachlesen.

Wenn Du das „FriedensForum“ regelmäßig erhalten möchtest und gleichzeitig unsere vielfältige Friedensarbeit mit einer Spende unterstützen möchtest, dann kannst Du hier Fördermitglied und Teil des Netzwerks werden.

Und natürlich kannst Du gerne auch einfach mal ins FriedensForum „reinschnuppern“ und dir ein kostenfreies Probeheft bestellen.

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3. Aktivitäten der Friedensbewegung in den kommenden Wochen
In den kommenden Wochen stehen wieder zahlreiche Aktionen der Friedensbewegung bevor, über die wir euch eine kurze Übersicht geben möchten:

Hiroshima- & Nagasaki-Gedenktage am 6./9. August: Neben der Großflächenkampagne (siehe oben) finden natürlich auch in diesem Jahr in zahlreichen Städten Aktionen von lokalen Friedensgruppen statt. Auf unserer Website findest du auch in diesem Jahr eine Übersicht mit allen Terminen und Aktivitäten.
Außerdem möchten wir dich gerne noch darauf hinweisen, dass wir unter www.hiroshima-nagasaki.info eine Aktionswebsite eingerichtet haben. Bitte lade dort deine Fotos von Aktivitäten am Hiroshima-/Nagasakitag hoch und setze ein Zeichen für das Verbot von Atomwaffen.

Antikriegstag 2020: Am 1. September findet wieder der gewerkschaftliche Antikriegstag statt. Mit diesem Tag wird an den Überfall auf Polen und den Beginn des Zweiten Weltkrieges erinnert. In diesem Jahr steht die Forderung nach Abrüstung wieder im Mittelpunkt des Aufrufes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Auf unserer Website haben wir angefangen alle Infos zum Antikriegstag zu sammeln.

Terminkalender: Natürlich gibt es noch viele weitere Aktionen der Friedensbewegung. Diese findest du wie immer in unserem Terminkalender. Schau doch mal vorbei! Wenn deine Veranstaltung noch fehlt, dann trag sie doch hier in den Terminkalender ein.

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PS: Bewaffnung von Drohnen stoppen – Aktivitäten laufen weiter
Über 1.100 Menschen haben bereits eine E-Mail an ihren Abgeordneten geschickt und gefordert, dass die Bundeswehrdrohnen nicht bewaffnet werden. Ganz herzlichen Dank!

Wenn Du noch keine E-Mail geschrieben hast, dann kannst Du das auf www.lobbying4peace.de nachholen.

Aktuell gibt es vermehrt Stimmen aus der SPD die sich für eine Bewaffnung einsetzen. Stimmt die SPD zu, steht einer Bewaffnung nicht mehr viel im Wege. Aber noch gibt es zum Glück auch kritische Stimmen in der SPD. Aktuell arbeiten wir an neuen Aktivitäten und werden uns dazu in Kürze bei dir melden.

Wenn du erfahren willst, warum wir eine Bewaffnung verhindern müssen und wie du deinen Anteil daran haben kannst, dann klicke auf diesen Button:
  [Link: https://www.lobbying4peace.de/keine-kampfdrohnen]
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Newsletter „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ vom 15.07.2020

Logo

75 Jahre Hiroshima und Nagasaki: Atomwaffenverbot jetzt!

Liebe Freundinnen und Freunde,

in wenigen Wochen jähren sich zwei besonders wichtige Tage zum 75. Mal: Die Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945. 65.000 Menschen verdampften und verbrannten auf der Stelle, bis zum Ende des Jahres starben mehr als 200.000. Eine Unterscheidung zwischen Zivilpersonen und Soldaten machte die Bombe nicht. Und viele Opfer der Atombombenabwürfe leiden noch bis heute unter den Folgen.

Diese Opfer mahnen uns, die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen zu erkennen und für eine Welt ohne Atomwaffen einzustehen! Auch das ist ein Grund, warum sich unter den vielen Befürwortern des 2017 verabschiedeten UN-Atomwaffenverbots so viele Überlebende befinden. Das UN-Atomwaffenverbot benötigt mittlerweile nur noch 11 weitere Ratifizierungen, damit es in Kraft treten kann.

Am 7. Juli, dem dritten Jahrestag des UN- Beschluss dieses Abkommens, veröffentlichte Greenpeace eine Umfrage, wonach 92 Prozent der Bundesbürger*innen den Beitritt Deutschlands zu diesem Vertrag unterstützen. Auf unserer Website findest du eine Zusammenfassung der Untersuchung. Am 8. Juli beteiligten sich bis zu 360 Städte am Flaggentag der Mayors for Peace, oft in Verbindung mit lokalen Initiativen und Unterstützern unserer Kampagne. Die größte dezentrale Aktion für Frieden in Deutschland!

Über viele Monate hinweg haben wir mit den deutschen ICAN Partnern Aktionsangebote zu den Gedenktagen im August erarbeitet, mit denen wir ein starkes gemeinschaftliches Signal unter dem Motto „Hiroshima und Nagasaki mahnen: Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot jetzt“ in die Öffentlichkeit senden. Rund um den Hiroshima-/Nagasaki-Gedenktag werden 275 Großenflächenplakate in 150 Städten in Deutschland aufgehängt. Das ist schon jetzt ein enormer Erfolg, denn ursprünglich haben wir mit 75 Großflächenplakaten in 75 Städten gerechnet. Aber durch das enorme Interesse konnten wir diese Zahlen deutlich erhöhen.

Bitte unterstütze die Großflächen-Aktion in Form einer Spende.


Link: www.friedenskooperative.de/grossflaeche-hiroshima-2020         

Dort findest Du auch weitere Informationen zu den Städten, in denen die Großflächenplakate hängen werden.   Aktive vor Ort beteiligen sich bei zahlreichen Veranstaltungen in ihren Städten. Dazu haben wir ein Transparent erstellt, dass Gruppen und Einzelpersonen bei ihren Aktionen verwenden können. Hier kannst du das Transparent bestellen.   Wir unterstützen Zeitungsanzeigen am 1. August in der taz und der FAZ. Schon jetzt tragen über 250 Organisationen und Einzelpersonen diese Aktion mit, u.a. Belit Onay (Oberbürgermeister Landeshauptstadt Hannover, Lead City der Mayors for Peace in Deutschland) Europa-, Bundestags- und zwei Landtagsabgeordnete. Hilf mit die Anzeigen so groß wie möglich werden zu lassen! Hier findest Du alle Infos dazu.   Auf der Aktionswebsite www.hiroshima-nagasaki.info können Aktive Fotos von ihren Aktionen rund um den Hiroshima-/Nagasakitag hochladen und sich in der virtuellen Gedenkaktion verewigen.

Mit den gemeinsamen Aktionen fordern wir die Bundesregierung dazu auf, keine neuen Kampfflugzeuge für einen Atomwaffeneinsatz zu beschaffen, Atomwaffen aufgrund der katastrophalen humanitären Folgen ihres Einsatzes zu ächten und dem UN-Atomwaffenverbot beizutreten.

Die Zeit ist reif für ein Ende der nuklearen Abschreckung.

Dafür arbeiten wir unaufhörlich und hartnäckig mit unserem Kampagnenteam und all unseren Partnern.



Viele Grüße
Roland Blach und Marvin Mendyka
für die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“
   

Affront gegenüber der Zivilgesellschaft, den Steuerzahlenden und dem Koalitionspartner

Neuer Atombomber für Deutschland? Kramp-Karrenbauer prescht vor

© Pressemitteilung vom 20. April 2020

Die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ verurteilt das Vorgehen der Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zur Anschaffung eines neuen atomwaffenfähigen Kampfflugzeuges für die Bundeswehr. Laut eines Berichts des „Spiegels“ informierte die Ministerin die amerikanische Regierung am vergangenen Donnerstag offiziell, dass Deutschland als Ersatz für den „Tornado“-Kampfjet insgesamt 45 Jets vom Typ F-18 des US-Herstellers Boeing kaufen wolle. Unter den 45 neuen Flugzeugen befinden sich 30 vom Typ F-18 „Super Hornet“, die explizit für den Einsatz zum Abwurf der in Deutschland stationierten US-Atomwaffen vorgesehen sind.

„Es ist ein Skandal, dass AKK gerade jetzt in Zeiten des eingeschränkten Versammlungsrechts und ohne jegliche parlamentarische Debatte die Entscheidung über dieses höchstumstrittene und milliardenschwere Rüstungsprojekt durchsetzen will. Das Handeln der Ministerin ist eine grobe Verletzung unserer demokratischen Gepflogenheiten und missachtet den Wunsch der großen Mehrheit der Menschen in Deutschland.“, betont Regina Hagen, Sprecherin der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“.

Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland lehnt den Kauf neuer Atombomber ab. Das zeigte eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov aus dem vergangenen Jahr, für die mehr als 2.000 Personen befragt wurden. 61 Prozent der Befragten lehnen den Kauf ab, nur 18 Prozent befürworten die Ausgaben für atomwaffenfähige Kampfjets, 21 Prozent haben keine Meinung.

Die Anschaffung eines neuen atomwaffenfähigen Flugzeuges würde Deutschlands Rolle im Rahmen der nuklearen Teilhabe der NATO auf Jahrzehnte fortschreiben. Dabei hatte sich der Bundestag bereits 2010 für den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland fraktionsübergreifend mit den Stimmen von Union, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen ausgesprochen. Die SPD selbst hatte sich vor wenigen Wochen in einem Positionspapier der Bundestagsfraktion „für eine gewissenhafte, sachliche und sorgfältige Erörterung der nuklearen Teilhabe und der damit zusammenhängenden Entscheidung, welches Nachfolgesystem für den Tornado in Frage kommt“ ausgesprochen.

Viele Friedensbewegte hoffen jetzt auf entschiedenen Widerstand aus Reihen der SPD. Fraktionschef Mützenich äußerte sich in der Vergangenheit kritisch gegenüber der Anschaffung eines neuen Atombombers. Laut „Spiegel“-Bericht erfolgte das Vorgehen AKKs jedoch nach Abstimmung mit Außenminister Heiko Maas und Finanzminister Olaf Scholz (beide SPD). „Wo bleibt der Aufschrei aus den Reihen der SPD?“, fragt Hagen. „Es ist gerade mal ein Jahr her, da skandalisierte die SPD die Gedankenspiele der Verteidigungsministerin zur Ausstattung der Bundeswehr mit Flugzeugträgern. Nun steht ein anderes milliardenschweres Aufrüstungsprojekt ganz real zur Entscheidung. Für die SPD ist nun die Zeit gekommen Farbe zu bekennen und sich gegen den neuen Atombomber zu stellen!“, so Marvin Mendyka, ebenfalls Sprecher der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“. „Die letzten Wochen haben gezeigt, dass wir für unsere Sicherheit weder Atomwaffen noch Atombomber brauchen, sondern Krankenbetten und Ausrüstung zum Schutz von Ärzten und Pflegepersonal.“, so Mendyka weiter.

Die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ wird getragen von 70 Organisationen aus dem Bereich der Friedens-, Umwelt und Gewerkschaftsbewegung sowie religiösen Gruppen. Sie fordert den Abzug statt der Aufrüstung der in Büchel stationierten Atomwaffen sowie den Beitritt Deutschlands zum 2017 verabschiedeten UN-Atomwaffenverbot.

Wichtige Hinweise:
Der „Spiegel“-Bericht über das Vorpreschen der Verteidigungsministerin ist abrufbar unter https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-annegret-kramp-karrenbauer-sagt-washington-kauf-von-us-kampfjets-zu-a-c1b5f289-c6f0-4899-813f-f203e840ec92?fbclid=IwAR1Hae-OP4mis7BspMxAdE-xV3k4VwetoKYLBFcH3yscYMyHGVzx9uSr__U.

Die vollständigen Ergebnisse der YouGov-Umfrage von 2019, aus denen deutlich hervorgeht, dass sich eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland gegen die Anschaffung eines neuen Atombombers, für den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot und für den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland ausspricht, sind hier zu finden: https://www.icanw.de/wp-content/uploads/2019/04/2019-04_YouGov-Ergebnisse_de.pdf.

Das Positionspapier der SPD-Bundestagsfraktion ist hier abrufbar: https://www.spdfraktion.de/themen/welt-ohne-atomwaffen-0.

Newsletter „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ vom 23.03.2020

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Liebe Freundinnen und Freunde,

als Friedensbewegung setzten wir uns stets für das Leben und den Schutz von Menschen ein – diese Haltung haben wir selbstverständlich auch angesichts der derzeitigen Corona-Krise. Deshalb müssen wir Dir mitteilen, dass alle Termine der Aktionspräsenz 2020 bis zum 19. April ausfallen werden. Das gilt auch für den Auftakt der Aktionspräsenz, zu dem wir Arun Gandhi erwartet haben sowie für den Ostermarsch in Büchel. Wir möchten euch darum bitten zu Hause bei euren Liebsten zu bleiben und so dazu beizutragen, dass sich die Verbreitung des Virus verlangsamt. Spaziergänge maximal zu zweit an der frischen Luft zum Kraft tanken sind dennoch wichtig.

Auch von zu Hause aus kannst Du Dich für eine atomwaffenfreie Welt einsetzen. In unserem heutigen Newsletter möchten wir deshalb ganz besonders die von uns mitgetragenen Online-Aktionen ans Herz legen.

Corona eindämmen – Widerstand gegen Atomwaffen verbreiten! Unsere Tipps für Aktivismus ohne Infektionsrisiko:

1.) Appell an die Bundesregierung: Unterzeichnen Sie das UN-Atomwaffenverbot!

Der von IPPNW, ICAN Deutschland und uns initiierte Appell an die Bundesregierung wurde mittlerweile fast 100.000 Mal unterzeichnet. Mit diesem fordern wir, dass Deutschland endlich dem 2017 verabschiedeten Vertrag über das Verbot von Atomwaffen beitritt. Schon jetzt wurde der Vertrag von 80 Staaten unterzeichnet. 36 Staaten haben ihn sogar schon ratifiziert. 90 Tage nach der 50. Ratifizierung wird der Vertrag in Kraft treten. Setz dich mit uns dafür ein, dass auch Deutschland das Atomwaffenverbot unterstützt und unterzeichne hier:
[Link: https://aktion.nuclearban.de/node/9?source=atomwaffenfrei]
2.) Unterschriftenaktion: Bundestagsbeschluss zum Abzug der Atomwaffen aus Deutschland endlich umsetzen!

Diese Woche wird der fraktionsübergreifende Bundestagsbeschluss zum Abzug der Atomwaffen aus Deutschland zehn Jahre alt – und genau so lange lässt auch seine Umsetzung auf sich warten! Wir brauchen Deine Hilfe um zu verhindern, dass dieser wichtige Beschluss in Vergessenheit gerät! Bitte unterstütze uns mit Deiner Unterschrift unter:
[Link: www.friedenskooperative.de/bundestagsbeschluss]
Übrigens: Du kannst das Anliegen auch mit einer Aktionspostkarte unterstützen. Diese kannst Du hier bei „Ohne Rüstung Leben“ anfordern.
3.) Schreibe deinem Abgeordneten: „Atombomber? Nein, Danke!“

In Kürze soll über die Anschaffung eines Nachfolgers für den Tornado entschieden werden. Das neue Flugzeug soll für viele weitere Jahrzehnte sicherstellen, dass sich Deutschland an der nuklearen Teilhabe der NATO beteiligen kann. Das halten wir für einen Schritt in die falsche Richtung und möchten Dich deshalb darum bitten, deinen Bundestagsabgeordneten mitzuteilen, dass Du gegen die Anschaffung eines neuen Atombombers bist. Über die Aktionswebsite www.atombomber-nein-danke.de kannst Du Dich ganz einfach an der Aktion beteiligen.

Auch wenn Du Dich bereits an den Aktionen beteiligt hast, kannst Du uns weiter unterstützen. Mach in Deiner Familie und Deinem Umfeld auf die Aktionen aufmerksam und bitte andere Menschen, sich ebenfalls für eine atomwaffenfreie Welt einzusetzen.

Für Deine Unterstützung möchten wir Dir herzlich danken!

Viele Grüße
Roland Blach und Marvin Mendyka
für die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“

P.S.: Selbstverständlich gehen unsere Planungen für die Zeit nach der Corona-Krise weiter. Schon jetzt planen wir gemeinsam mit vielen Partnerorganisationen, wie wir den 75. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki nutzen können. Auch für die Ostermärsche arbeiten Friedensorganisationen bereits an einem „virtuellen Ostermarsch“. In unserem kommenden Newsletter und auf unseren Social Media-Kanälen halten wir Dich auf dem Laufenden! Also schau mal vorbei auf Facebook, Twitter oder Instagram und folge uns dort.

P.P.S.: Damit unsere Arbeit für eine atomwaffenfreie Welt gelingen kann, sind wir auf Spenden angewiesen. Unterstützen kannst Du uns mit einer Spende über unser Online-Spendenformular. Oder überweise Deine Spende an:

IPPNW
IBAN: DE39 | 1002 | 0500 | 0002 | 2222 | 10
Stichwort: „atomwaffenfrei“

Deine Spende ist steuerabzugsfähig.

Wir danken für Deine Unterstützung!

 

Abzug der Atomwaffen aus Deutschland endlich umsetzen

Pressemitteilung, 25. März 2020

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  • Vor genau zehn Jahren, am 26. März 2010, sprach sich der Deutsche Bundestag fraktionsübergreifend mit großer Mehrheit für einen Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland aus.
  • Daran erinnern die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“, die deutsche Sektion der „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges“ (IPPNW), ICAN Deutschland und Ohne Rüstung Leben.
  • Mit einer Unterschriftensammlung – an der sich bereits rund 5.000 Menschen beteiligt haben – und mehr als 40.000 Aktionspostkarten fordern sie eine Umsetzung des Beschlusses.

 

„Wir sind in großer Sorge über die zunehmende Erosion der internationalen Rüstungskontrollarchitektur und die milliardenschweren Aufrüstungsvorhaben der Atomwaffenstaaten“, sagt Dr. Inga Blum aus dem Vorstand der deutschen Sektion der IPPNW. „Gleichzeitig soll die Bundeswehr neue Trägerflugzeuge erhalten und Gedankenspiele über eine Nukleare Teilhabe mit Frankreich kursieren. 75 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki sind dies fatale Entwicklungen, mit denen ein atomwaffenfreies Deutschland in einem atomwaffenfreien Europa in immer weitere Ferne rückt!“

 

„Der Deutsche Bundestag hat die Bundesregierung am 26. März 2010 eindeutig aufgefordert, sich gegenüber den USA mit Nachdruck für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen“, betont Marvin Mendyka, Sprecher der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ und kritisiert: „Das ist bis heute nicht geschehen! Dabei spricht sich regelmäßig eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung für den Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel aus.“ In Büchel in der Eifel sind weiterhin 20 US-Atombomben des Typs B-61 stationiert, die im Rahmen der Nuklearen Teilhabe in der NATO von deutschen Flugzeugen ins Ziel geflogen werden sollen. Diese Bomben verfügen über die bis zu 13-fache Zerstörungskraft der Hiroshima-Bombe.

 

„Mit unserer Unterschriftensammlung und unseren Aktionspostkarten fordern wir den Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble auf, sich dafür stark zu machen, dass der Beschluss zum Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland endlich umgesetzt wird“, so Simon Bödecker, Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei Ohne Rüstung Leben. „Außerdem erwarten wir, dass die Bundesregierung einen konstruktiven Dialog mit der Zivilgesellschaft über Abrüstungsbemühungen sucht und ihre Blockadehaltung gegenüber dem Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen aufgibt!“

 

„10 Jahre nach dem wegweisenden Beschluss des Bundestages sind die damals an die Bundesregierung gestellten Forderungen noch immer aktuell“, erläutert Anne Balzer, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei ICAN Deutschland. „Die jüngeren Entwicklungen verdeutlichen: Deutschland hinkt hinterher. Mittlerweile haben 122 Staaten – ohne Deutschland – ein völkerrechtliches Verbot von Atomwaffen beschlossen. Deshalb fordern wir, dass die Bundesregierung endlich konkrete Schritte unternimmt, um dem Ziel einer nuklearwaffenfreien Welt näher zu kommen. Dazu zählt die Besinnung auf den Beschluss des Bundestages und der Einsatz für den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland.“

 

Wichtige Hinweise:

Weitere Informationen zum Bundestagsbeschluss vom 26. März 2010 finden Sie unter: www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2010/29155758_kw12_de_abruestung-201446

Die Unterschriftensammlung kann unterstützt werden unter: www.friedenskooperative.de/bundestagsbeschluss

Kostenlose Aktionspostkarten können angefordert werden unter: www.ohne-ruestung-leben.de/mitmachen/atomwaffenabzug-10-jahre-bundestagsbeschluss.html

ICAN informiert

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ICAN informiert

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 7. Juli 2017 wurde der UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen (TPNW) verabschiedet. Für das zivilgesellschaftliche Engagement in diesem Prozess wurde das internationale ICAN-Bündnis mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Der Vertrag wurde bisher von 34 Staaten ratifiziert, 80 haben bereits unterschrieben (Stand: 01.12.2019). In der diesjährigen Sitzung des ersten Unterausschusses der Vereinten Nationen haben viele Staaten ihre Besorgnis über stagnierende Abrüstung, Modernisierung bestehender Atomwaffenarsenale und die Unterstützung des TPNW ausgedrückt.

Die deutschen ICAN-Partnerorganisationen haben am 20. November 2019 einen Brief an Heiko geschrieben. Darin fordern wir die deutsche Bundesregierung auf, ihre Blockade des TPNW zu beenden und sich für die Ächtung von Atomwaffen einzusetzen. Anbei finden Sie diesen Brief zur Information.

Offener Brief lesen
Gern würden wir Sie weiterhin über neue Publikationen von ICAN unterrichten. Falls Sie daran nicht interessiert sind, melden Sie sich bitte von diesem Drahtbericht ab.

In Kürze veröffentlichen wir z.B. Informationen zur feministischen Kritik an Atomwaffen, Atomwaffenstandorte in Deutschland und dem Verhältnis von TPNW und NVV. 2020 wollen wir unsere Briefingreihe fortsetzen und Stellung zu politischen Entwicklungen nehmen, u.a. zur Überprüfungskonferenz des NVV oder dem Inkrafttreten des TPNW.

Wir hoffen, dass diese Publikationen auf Ihr Interesse stoßen und begrüßen Ihr Feedback, auch zum Brief im Anhang.

Mit herzlichen Grüßen,

Xanthe Hall

für ICAN Deutschland

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